Aufzinsungssparbrief 2026: Zinsen & Steuer erklärt (Update)

Aufzinsungssparbrief 2026: Zinsen werden am Ende der Laufzeit ausgezahlt (Zinseszinseffekt). Wir erklären die Funktionsweise und Steuer-Vorteile.

Aufzinsungssparbrief 2026: Zinsen & Steuer erklärt (Update)

Aufzinsungssparbrief 2026: Der Zinseszins-Turbo für Sparer

Der Aufzinsungssparbrief (oft auch als "Gesammelte Zinszahlung" bezeichnet) ist eine Sonderform des Sparbriefs. Anders als beim klassischen Festgeld, wo Zinsen jährlich auf das Girokonto fließen, werden sie hier angesammelt (thesauriert) und erst am Ende der Laufzeit ausgezahlt.

Wie funktioniert die Aufzinsung?

Sie legen einmalig einen Betrag an, zum Beispiel 10.000 Euro für 5 Jahre. Die Zinsen werden jedes Jahr gutgeschrieben, aber nicht ausgezahlt. Stattdessen werden sie im nächsten Jahr mitverzinst.

  • Vorteil: Sie profitieren maximal vom Zinseszinseffekt. Die Rendite ist effektiv höher als bei jährlicher Ausschüttung.
  • Nachteil: Sie haben während der Laufzeit keinen Zugriff auf die Erträge (Liquidität).

Steuerfalle vermeiden: Zuflussprinzip

Ein wichtiger Punkt beim Aufzinsungssparbrief ist die Steuer. Da die Zinsen erst am Ende der Laufzeit "zufließen", müssen sie auch erst dann versteuert werden. Das kann zu einer hohen Steuerlast im letzten Jahr führen, die den Sparerpauschbetrag (1.000 €) sprengt.

Tipp: Manche Banken bieten Modelle an, bei denen die Zinsen steuerlich jährlich zugerechnet werden, aber erst am Ende fließen. Prüfen Sie das Kleingedruckte oder nutzen Sie NV-Bescheinigungen, wenn Sie wenig Einkommen haben.

Für wen lohnt sich das 2026?

Der Aufzinsungssparbrief ist ideal für Sparer, die:

  1. Ein festes Ziel in der Zukunft haben (z.B. Weltreise in 5 Jahren).
  2. Den Zinseszinseffekt maximieren wollen.
  3. Ihren Sparerpauschbetrag aktuell schon ausgeschöpft haben und die Besteuerung in die Zukunft schieben wollen (Steuerstundung).