ING Tagesgeld 2026: Zinsen (2,00 %) & Erfahrungen im Test
ING Tagesgeld 2026: Zinsen (2,00 %) & Erfahrungen im Test
Die ING (ehemals ING-DiBa) behauptet sich auch im Jahr 2026 als eine der stabilsten und vertrauenswürdigsten Direktbanken in Deutschland. Mit einer Kundenbasis von mittlerweile über 9,5 Millionen Menschen ist das – bankintern als Extra-Konto geführte – Tagesgeldprodukt für viele deutsche Sparer der zentrale Ankerpunkt ihrer liquiden Mittel. In einem Marktumfeld, in dem die Zinsrallye der vergangenen Jahre offiziell beendet ist und die Europäische Zentralbank (EZB) den Leitzins im Frühjahr 2026 bei stabilen 1,75 % bis 2,00 % hält, hat sich die Erwartungshaltung der Anleger gewandelt. Während 2023 und 2024 noch Zinssätze von über 3 % oder gar 4 % möglich waren, ist die Realität im Jahr 2026 eine andere: Kein seriöses Institut in der Eurozone bietet derzeit dauerhaft mehr als 2,0 % auf täglich verfügbares Guthaben ohne erhöhtes Risiko.
Die Finanzwelt hat sich konsolidiert. Wir befinden uns in einer Phase der geldpolitischen Normalisierung, in der die Inflation zwar erfolgreich auf das Zielniveau von ca. 2 % gedrückt wurde, gleichzeitig aber die Banken ihre Margen wieder deutlicher verteidigen. Die ING positioniert sich hierbei nicht mehr als aggressiver Preisführer, der jeden Mitbewerber unterbietet, sondern als digitaler Marktführer, der Sicherheit, exzellenten Service und eine faire, wenn auch moderate Verzinsung kombiniert. Das Extra-Konto fungiert im Jahr 2026 weniger als Renditemaschine, sondern vielmehr als strategisches Liquiditätsreservoir. In diesem umfassenden Testbericht analysieren wir die neuen Konditionen unterhalb der 2-Prozent-Marke, vergleichen sie mit Neobrokern und klären, warum die ING trotz gesunkener Zinsen für viele die erste Wahl bleibt.
Die Konditionen 2026 im Überblick
- Zinsen für Neukunden: 2,00 % p.a. (garantiert für 4 Monate)
- Zinsen für Bestandskunden: 1,00 % p.a. (variabel)
- Maximalbetrag für Aktionszins: bis 250.000 €
- Einlagensicherung: 100.000 € (gesetzlich) + freiwilliger Sicherungsfonds (bis zu 5 Mio. € im Jahr 2026)
- Kosten: 0,00 € dauerhaft ohne Mindesteingang
- Verfügbarkeit: Täglich, ohne Kündigungsfrist, Überweisung in Echtzeit zum ING-Girokonto
Zum Tagesgeld Vergleich 2026 »
Das Neukundenangebot: 2,00 % als strategische Obergrenze
Im Frühjahr 2026 hat die ING ihre Zinspolitik final an die neue Marktrealität angepasst. Während in den Vorjahren noch mit Sätzen von 3,5 % oder 2,5 % geworben wurde, markieren die aktuellen 2,00 % p.a. die psychologische und ökonomische Obergrenze für erstklassige deutsche Banken. Dieser Zinssatz ist für die ersten vier Monate nach Kontoeröffnung fest garantiert. Damit liegt die ING exakt auf dem Niveau des EZB-Einlagensatzes, was bedeutet, dass die Bank effektiv keine Marge an diesen Einlagen verdient, sondern sie als reines Akquisitionsinstrument nutzt. In einer Zeit, in der die Kerninflation stabilisiert ist, bietet dieser Zinssatz zumindest einen nominalen Vermögenserhalt vor Steuern.
Die Strategie hinter diesem Angebot ist tief im Geschäftsmodell der ING verwurzelt: Das Tagesgeld ist der "Türöffner". Die Bank setzt darauf, dass Kunden, die einmal ein Extra-Konto eröffnet haben, die Vorzüge der "Banking to go" App so sehr schätzen lernen, dass sie auch ihr Gehaltskonto umziehen oder – was für die Bank noch wichtiger ist – einen ETF-Sparplan im ING Direkt-Depot starten. Die 2,00 % sind somit eine wohldosierte Marketinginvestition. Rechnerisch ergibt sich für einen Neukunden eine Rendite, die immer noch deutlich über dem Durchschnitt der klassischen Filialbanken liegt, die im Jahr 2026 oft nur noch symbolische 0,25 % bis 0,75 % auf ihre Sparbücher gewähren.
Ein herausragendes Merkmal bleibt die hohe Kapazität: Der Spitzenzins gilt für Beträge bis zu 250.000 €. Viele Wettbewerber, insbesondere kleinere Regionalbanken oder ausländische Institute, deckeln ihre Aktionsangebote oft schon bei 50.000 € oder 100.000 €. Die ING hingegen signalisiert mit der hohen Grenze, dass sie auch für wohlhabendere Kunden ("Affluent Clients") eine sichere Heimat für größere Liquiditätsmengen sein möchte, etwa nach einem Immobilienverkauf oder dem Eingang einer Lebensversicherung. Dies unterstreicht den Anspruch der ING, eine Universalbank für alle Lebensphasen zu sein.
Wer gilt 2026 als Neukunde? Die ING bleibt ihrer Linie treu: Neukunde ist, wer in den letzten sechs Monaten kein Extra-Konto geführt hat. Dies eröffnet versierten Anlegern die Möglichkeit des zyklischen Hoppings. Wer konsequent alle sechs Monate zwischen zwei oder drei Anbietern wechselt, kann dauerhaft von Aktionszinsen profitieren, sofern die Marktphase dies zulässt. Im aktuellen Umfeld von 2026, in dem die Zinsen eher stagnieren oder leicht sinken, ist die ING mit ihren 2,00 % am oberen Ende dessen angesiedelt, was man bei einer Bank mit deutschem Rating und voller Einlagensicherung erwarten darf.
Bestandskunden: Die Realität bei 1,00 %
Nach Ablauf der viermonatigen Garantiezeit vollzieht sich für viele Sparer ein schmerzhafter, aber marktüblicher Prozess: Der Zinssatz fällt auf den Basiszins für Bestandskunden zurück. Dieser wurde für das laufende Jahr 2026 auf 1,00 % p.a. festgesetzt. Im Vergleich zum Vorjahr (1,25 %) ist dies ein deutlicher Rückschritt, der jedoch die gesunkenen Refinanzierungskosten am Geldmarkt widerspiegelt. Für Anleger bedeutet dies, dass sie bei einer Inflationsrate von geschätzten 1,8 % bis 2,1 % im Jahr 2026 einen realen Kaufkraftverlust erleiden, wenn das Geld dauerhaft auf dem Extra-Konto verbleibt.
Warum ist der Unterschied zwischen Neu- und Bestandskunden mit 100 Basispunkten (1,00 %) so groß? Die ING operiert hier nach dem Prinzip der Mischkalkulation. Ein erheblicher Teil der Bestandskunden nutzt das Tagesgeldkonto als passiven "Parkplatz" für den Notgroschen. Diese Trägheit der Masse erlaubt es der Bank, die Zinsmarge zur Finanzierung ihrer technologischen Infrastruktur und der Neukunden-Lockangebote zu nutzen. Für die Bank ist das Bestandskundengeschäft hochprofitabel: Sie zahlt dem Kunden 1,00 %, während sie das Geld bei der Bundesbank für fast das Doppelte parken kann.
Hier zeigt sich die Diskrepanz zwischen dem "aktiven Sparer" und dem "passiven Sparer". Wer passiv bleibt, zahlt im Grunde eine Bequemlichkeitsgebühr. Die ING macht daraus kein Geheimnis: Das Extra-Konto ist als Ergänzung gedacht, nicht als alleiniges Instrument des Vermögensaufbaus. Dennoch muss man fairerweise sagen: 1,00 % bei einer Bank dieser Größenordnung und Sicherheit ist immer noch besser als die Konditionen vieler Sparkassen und Volksbanken, die 2026 teilweise wieder zur Nullverzinsung zurückgekehrt sind. Dennoch bleibt festzuhalten: Das Extra-Konto ist für Bestandskunden kein Rendite-Produkt, sondern ein reiner Liquiditäts-Puffer.
Der große Vergleich: ING (2,0 %) vs. Trade Republic (1,75 %)
Ein zentraler Wettbewerber im Jahr 2026 ist weiterhin der Neobroker Trade Republic. Lange Zeit war Trade Republic der Zinsführer, doch im Zuge der Marktsättigung und der Umwandlung zur Vollbank hat sich das Modell gewandelt. Während die ING 2,0 % für 4 Monate als Aktion bietet, orientiert sich Trade Republic an einem variablen Satz, der 2026 oft leicht unter dem ING-Aktionsniveau bei ca. 1,75 % p.a. liegt (dafür dauerhaft für Neu- und Bestandskunden). Welches Modell ist im aktuellen Umfeld überlegen? Hierzu betrachten wir die Details in der Vergleichstabelle.
| Merkmal | ING (Extra-Konto) | Trade Republic |
|---|---|---|
| Aktionszins | 2,00 % (4 Monate) | 1,75 % (variabel) |
| Bestandszins | 1,00 % | 1,75 % |
| Zinsintervall | Jährlich (31.12.) | Monatlich |
| Einlagensicherung | DE (Gesetzlich + Freiwillig) | EU (Partnerbank-Modell) |
| Maximalbetrag Zins | Bis 250.000 € (Aktion) | Bis 50.000 € (Standard) |
| Effektive Rendite (12 Mon.) | ~ 1,33 % | ~ 1,77 % (inkl. Zinseszins) |
Detaillierte Analyse der Beispielrechnung 2026:
Angenommen, Sie verfügen über ein Erspartes von 50.000 € und möchten dieses für genau 12 Monate parken:
- Szenario ING: In den ersten 4 Monaten verdienen Sie 2,00 % (ca. 333,33 €). In den restlichen 8 Monaten fällt der Zins auf 1,00 % (ca. 333,33 €). Da die Zinsgutschrift erst am 31.12. erfolgt, profitieren Sie unterjährig nicht vom Zinseszins. Ertrag nach einem Jahr: ca. 666,66 € vor Steuern.
- Szenario Trade Republic: Sie erhalten konstant 1,75 %. Durch die monatliche Gutschrift entsteht ein messbarer Zinseszins-Effekt. Ertrag nach einem Jahr: ca. 882,00 € vor Steuern.
Fazit des Vergleichs: Der psychologische Vorteil der ING liegt im initialen Lockvogel-Zins von 2,00 % und der deutlich höheren Einlagensicherungssumme. Wer jedoch eine "Set and Forget"-Lösung sucht und sein Geld länger als 4 Monate unangetastet lassen möchte, fährt mit Neobrokern wie Trade Republic oder C24 (die oft dauerhaft um die 1,75 % bieten) rechnerisch besser. Die ING ist das ideale Produkt für "Tactical Cash", also Geld, das man für kurze Zeit sicher verwahrt wissen will, bevor man es anderweitig investiert.
Sicherheit: Warum die ING 2026 unangefochten bleibt
Wenn wir über Zinsen unter 2 % sprechen, rückt ein anderes Kriterium wieder massiv in den Vordergrund: Die Sicherheit des Kapitals. Im Jahr 2026 ist das Vertrauen in Finanzsysteme nach wie vor ein hohes Gut. Die ING Deutschland bietet hier ein Schutzniveau, das sie von fast allen Neobanken und kleineren EU-Instituten abhebt. Die Sicherheitsarchitektur der ING ruht auf drei massiven Säulen:
- Die Gesetzliche Einlagensicherung (EdB): Wie jede deutsche Bank ist die ING an die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken angebunden. 100.000 € pro Kunde sind zu 100 % gesetzlich garantiert. In einem unwahrscheinlichen Insolvenzfall müsste der deutsche Staat bzw. das Sicherungssystem innerhalb von sieben Werktagen für die Rückzahlung sorgen. Für Paare mit Gemeinschaftskonto verdoppelt sich dieser Schutz auf 200.000 €.
- Die Freiwillige Einlagensicherung (BdB): Dies ist der eigentliche USP der ING für vermögende Kunden. Die Bank ist Mitglied im Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken e.V. Im Jahr 2026 sind hierüber Beträge von bis zu 5 Millionen € pro Privatkunde abgesichert. Wer also 1 Million Euro liquide hält, schläft bei der ING deutlich ruhiger als bei einem Anbieter, der nur die gesetzlichen 100.000 € bietet.
- Das Triple-A Rating der Mutter: Die ING Groep N.V. wird von den großen Ratingagenturen (Moody's, S&P, Fitch) konstant im Bereich A+ bis AA- eingestuft. In den EZB-Stresstests der Jahre 2024 und 2025 schnitt die ING bei der Kernkapitalquote (CET1) regelmäßig als eine der stabilsten Großbanken Europas ab.
Ein oft unterschätzter Aspekt der Sicherheit ist auch die steuerliche Rechtssicherheit. Bei der ING müssen sich Anleger um nichts kümmern. Die Bank führt die Abgeltungsteuer (25 % + Soli + ggf. Kirchensteuer) automatisch ab. Ein Freistellungsauftrag kann sekundenschnell in der App eingerichtet werden. Bei vielen ausländischen Banken (z.B. aus Italien, Portugal oder Litauen), die im Jahr 2026 vielleicht noch mit 2,2 % locken, müssen die Zinserträge mühsam in der Anlage KAP der Steuererklärung deklariert werden, und es besteht das Risiko von Quellensteuer-Komplikationen. Der Zeitaufwand hierfür frisst die marginale Mehrrendite oft wieder auf.
Digitale Exzellenz: Die "Banking to go" App im Test
Die ING hat sich 2026 endgültig von der Identität einer "Telefonauskunft-Bank" verabschiedet. Die gesamte Kundeninteraktion findet heute in der App statt. Der Onboarding-Prozess für das Extra-Konto wurde so weit optimiert, dass die Kontoeröffnung mittels eID (Online-Ausweisfunktion) weniger als drei Minuten dauert. Es gibt keinen Papierkram, kein Warten auf Post und keine physische Unterschrift mehr.
Die Funktionalitäten der App setzen im Jahr 2026 Maßstäbe für die Branche:
- Virtuelle Unterkonten (Spaces): Nutzer können innerhalb des Extra-Kontos verschiedene Sparziele definieren (z.B. "Steuerrücklage", "Weltreise", "Notgroschen"). Die Zinsen werden zwar für das Gesamtkonto berechnet, aber in der App visuell getrennt dargestellt. Dies fördert die Spar-Disziplin massiv.
- Echtzeit-Überweisungen (Instant Payment): Seit 2025 sind Echtzeit-Überweisungen bei der ING Standard. Wenn Sie Geld vom Extra-Konto auf Ihr ING-Girokonto schieben, steht es dort innerhalb von Millisekunden zur Verfügung – auch am Wochenende oder an Feiertagen. Dies macht das Tagesgeld so flexibel wie Bargeld in der Tasche.
- Smart-Analytics: Die App analysiert auf Wunsch das Ausgabeverhalten und schlägt automatisch vor, überschüssige Liquidität vom Girokonto auf das verzinste Extra-Konto zu schieben. Dieses "Auto-Saving" sorgt dafür, dass kein Euro unverzinst bleibt.
- Sicherheits-Cockpit: Nutzer können in Echtzeit Limits für Überweisungen setzen oder das Konto für Auslands-Transaktionen sperren. Jede Bewegung wird per Push-Nachricht gemeldet, was Betrug fast unmöglich macht.
Kritik gibt es im Jahr 2026 jedoch weiterhin für das Zinsintervall. Die ING bleibt hartnäckig bei der jährlichen Zinsausschüttung. Während die Konkurrenz (C24, Trade Republic, Bunq) monatlich ausschüttet und damit einen kontinuierlichen Zinseszinseffekt generiert, sieht der ING-Kunde seine Belohnung erst zum Jahresende. Technisch wäre eine Umstellung längst möglich; es ist eine rein betriebswirtschaftliche Entscheidung der Bank, die den Kunden jährlich ca. 0,02 % bis 0,05 % Effektivrendite kostet. Wer 250.000 € anlegt, verliert dadurch über 100 Euro im Jahr – ein Punkt, den Profi-Sparer monieren.
Strategische Einordnung: Tagesgeld-Hopping 2026
Da der Zinsunterschied zwischen Neukunden (2,00 %) und Bestandskunden (1,00 %) satte 100 % beträgt, ist die ING das perfekte Ziel für systematisches Hopping. Im Jahr 2026 hat sich hierfür ein bewährter Rhythmus etabliert:
- Phase 1: Die Aktionsphase. Man eröffnet das Konto und schöpft die 4 Monate mit dem Maximalbetrag aus. Dies sichert die derzeitige Marktrendite am oberen Limit ab.
- Phase 2: Die Analysephase. Kurz vor Ablauf der 4 Monate prüft man die aktuellen Marktzinsen. Liegen andere Banken wie die Consorsbank oder Comdirect wieder bei einer Aktion von 2,0 %? Wenn ja, wird das Geld abgezogen.
- Phase 3: Die Parkphase. Ist kein Neukundenangebot verfügbar, wandert das Geld oft zu einem Geldmarkt-ETF oder einem Anbieter mit hohem Basiszins (z.B. Trade Republic mit 1,75 % oder C24).
- Phase 4: Die Rückkehr. Nach 6 Monaten Abwesenheit (wobei die Schließung des Extra-Kontos empfohlen wird) gilt man bei der ING wieder als Neukunde. Viele Sparer nutzen diesen Kreislauf seit Jahren erfolgreich.
Dieses Vorgehen ist dank der digitalen Prozesse heute kaum noch mit Aufwand verbunden. Wer jedoch keine Lust auf das "Zins-Karussell" hat, sollte die ING als das sehen, was sie für die meisten ist: Ein sicherer Hafen für den Notgroschen. Ein Notgroschen von drei bis sechs Monatsausgaben gehört auf das Extra-Konto, egal ob der Zins bei 1,0 % oder 2,0 % liegt. Hier zählt die Verfügbarkeit im Notfall mehr als die Rendite.
Zielgruppen-Analyse: Wer sollte 2026 zur ING?
Nicht jeder Sparer ist gleich. Basierend auf den aktuellen Konditionen von 2026 lassen sich klare Empfehlungen für verschiedene Nutzertypen geben:
- Der "Sicherheits-Maximierer": Wenn Sie eine Erbschaft von 500.000 € oder mehr verwalten müssen, ist die ING aufgrund der freiwilligen Einlagensicherung fast konkurrenzlos. Hier steht der Kapitalschutz über der Rendite. Die Gewissheit, dass das Geld bei einer systemrelevanten deutschen Bank liegt, ist unbezahlbar.
- Der "ING-Ökosystem-Nutzer": Wer bereits das kostenlose Gehaltskonto (ab 700 € Geldeingang) und ein Depot bei der ING hat, findet kein komfortableres Produkt. Die Integration in einer einzigen App und die Geschwindigkeit der internen Umbuchungen sind ein enormer Lebensqualitäts-Faktor.
- Der "Digitale Einsteiger": Für Menschen, die von ihrer lokalen Sparkasse wegwollen, ist die ING die ideale Einstiegsdroge in die Welt des Direktbankings. Die Bedienung ist kinderleicht, der Support via Chatbot und Telefon ist im Jahr 2026 immer noch einer der besten in Deutschland.
Vorteile des ING Tagesgelds
- Faires Einstiegsangebot: 2,00 % p.a. für Neukunden ist im Jahr 2026 das Maximum für deutsche Qualitätsbanken.
- Enormes Limit: Der Aktionszins bis 250.000 € bietet auch für Wohlhabende viel Spielraum.
- Absolute Sicherheit: Kombination aus gesetzlicher und massiver freiwilliger Einlagensicherung (BdB).
- Beste App am Markt: Die "Banking to go" App ist schnell, sicher und bietet innovative Spar-Features.
- Steuer-Vollservice: Automatischer Abzug der Steuern, einfache Freistellungsaufträge, keine Anlage KAP nötig.
- Maximale Flexibilität: Keine Kündigungsfristen, Geld ist täglich verfügbar, Echtzeit-Transfer zum ING-Girokonto.
Nachteile des ING Tagesgelds
- Kurze Zinsgarantie: 4 Monate sind im Vergleich zu manchen Mitbewerbern (die 6 Monate bieten) recht kurz.
- Schwacher Basiszins: 1,00 % p.a. für Bestandskunden liegt 2026 unter der Inflationsrate.
- Zinsintervall: Nur jährliche Gutschrift verhindert optimalen Zinseszinseffekt.
- Keine Filialen: Einzahlung von Bargeld ist nur an wenigen ING-Automaten oder über Kooperationen (teils kostenpflichtig) möglich.
- Zins-Hopping erforderlich: Wer dauerhaft Top-Zinsen will, muss das Konto nach 4 Monaten wechseln.
Geldmarkt-ETFs: Die starke Konkurrenz im Jahr 2026
Wer mit den 1,00 % für Bestandskunden unzufrieden ist, findet im Jahr 2026 eine mächtige Alternative direkt im ING-Depot: Geldmarkt-ETFs. Der bekannteste Vertreter ist der Xtrackers II EUR Overnight Rate Swap UCITS ETF (ISIN: LU0290358497, Ticker: DBX0AN). Dieser ETF bildet den Euro Short-Term Rate (€STR) ab.
Da der €STR im Jahr 2026 bei ca. 1,90 % liegt, erzielt man mit diesem ETF eine Rendite, die fast punktgenau am Geldmarkt-Niveau liegt – und das dauerhaft, ohne Neukunden-Status. Wer also nach 4 Monaten keine Lust auf einen Bankwechsel hat, kann sein Geld vom Extra-Konto einfach in den DBX0AN umschichten. Die ING bietet hierfür oft Flat-Fee-Modelle im Depot an, sodass die Orderkosten minimal sind. Das Geld ist zwar nicht ganz so schnell verfügbar wie auf dem Tagesgeld (Verkauf dauert 1-2 Handelstage), aber die Rendite ist für Bestandskunden fast doppelt so hoch wie auf dem Extra-Konto.
Fazit: Ein Anker in ruhigeren Zinsgewässern
Das ING Tagesgeld ist auch im Jahr 2026 kein Produkt für Spekulanten oder Rendite-Jäger, die dem letzten Zehntelprozentpunkt hinterherlaufen. Es ist ein Qualitätsprodukt für sicherheitsbewusste Anleger. Mit 2,00 % p.a. für Neukunden liefert die ING ein Angebot ab, das exakt die aktuelle Marktrealität widerspiegelt: Solide, transparent und fair. Die Senkung der Zinsen von ehemals 2,5 % auf nun maximal 2,0 % ist keine Schikane, sondern die logische Folge einer abkühlenden Geldpolitik der EZB.
Unsere Empfehlung für 2026: Nutzen Sie die ING als Ihren primären Liquiditäts-Hub. Die App-Erfahrung und die Sicherheit sind ungeschlagen. Schöpfen Sie die 4 Monate Neukundenzins voll aus. Wenn Sie danach feststellen, dass Ihnen die 1,00 % Basiszins zu wenig sind, wechseln Sie entweder zum nächsten Aktions-Anbieter oder – und das ist unser Profi-Tipp – nutzen Sie das ING Direkt-Depot für einen Geldmarkt-ETF. So kombinieren Sie die erstklassige Infrastruktur der ING mit marktgerechten Zinsen jenseits der 1,0-Prozent-Marke. Das Extra-Konto bleibt 2026 das, was es immer war: Der Goldstandard für digitales Sparen in Deutschland, sofern man die Spielregeln des Neukunden-Hoppings versteht.
Häufig gestellte Fragen (FAQ) zum ING Tagesgeld 2026
Wann gilt man bei der ING als Neukunde?
Im Jahr 2026 gilt die Faustregel: Sie sind Neukunde für das Extra-Konto, wenn Sie in den vergangenen 6 Monaten kein Extra-Konto bei der ING Deutschland geführt haben. Dabei ist es völlig unerheblich, ob Sie bereits ein Girokonto, ein Depot oder eine Baufinanzierung im Haus haben. Der Neukundenstatus bezieht sich rein auf das Produkt Tagesgeld. Das macht die ING ideal für Bestandskunden anderer Produkte, die nun auch ihre Barreserven dorthin schieben möchten.
Wie verhalte ich mich nach Ablauf der 4 Monate?
Sobald die 4 Monate vorbei sind, sinkt der Zins auf 1,00 %. Sie haben dann drei sinnvolle Optionen: 1. Das Geld liegen lassen (bequem, aber wenig Rendite), 2. Das Geld zu einer anderen Bank mit Neukunden-Aktion transferieren (Tagesgeld-Hopping) oder 3. Das Geld innerhalb der ING in einen Geldmarkt-ETF investieren, um weiterhin ca. 1,8 % bis 1,9 % Rendite zu erzielen.
Ist die ING App wirklich kostenlos?
Ja, die Nutzung der "Banking to go" App sowie die gesamte Führung des Extra-Kontos sind absolut kostenlos. Es gibt keine Kontoführungsgebühren, keine Kosten für die Eröffnung oder Schließung und auch keine Gebühren für die digitalen Auszüge. Die ING refinanziert sich rein über die Zinsmarge und andere Produkte wie Kredite oder Depotgebühren.
Wie funktioniert die Einlagensicherung bei hohen Beträgen?
Bis 100.000 € greift die gesetzliche Sicherung (EdB). Beträge darüber hinaus (bis zu 5 Mio. € im Jahr 2026) sind über den freiwilligen Einlagensicherungsfonds des BdB geschützt. Dies ist ein privatrechtliches System der deutschen Banken, das in der Geschichte der Bundesrepublik bisher jeden privaten Sparer entschädigt hat. Die ING gehört zu den Gründungsmitgliedern und stabilsten Säulen dieses Systems.
Kann ich das Extra-Konto auch für meine Firma eröffnen?
Das hier beschriebene Extra-Konto mit 2,00 % Zinsen richtet sich ausschließlich an Privatpersonen. Für Selbstständige, Freiberufler oder juristische Personen bietet die ING spezielle Business-Konten an, deren Konditionen jedoch meist unter denen für Privatkunden liegen. Auch das "Junior Extra-Konto" für Minderjährige ist verfügbar und bietet oft ähnliche Aktionszinsen wie das Konto für Erwachsene.
Was passiert wenn die EZB die Zinsen weiter senkt?
Das Extra-Konto ist (außerhalb der Garantiezeit) variabel verzinst. Wenn die EZB den Leitzins senkt, wird die ING mit einer Verzögerung von meist 2 bis 4 Wochen auch den Basiszins für Bestandskunden anpassen. Die Neukundengarantie von 2,00 % bleibt jedoch für die vereinbarten 4 Monate nach Abschluss festgeschrieben, egal was am Markt passiert.