Targobank Tagesgeld 2026: Zinsen, Depot-Bonus (2,5%) & Test

Targobank Tagesgeld 2026: Zinsen, Depot-Bonus (2,5%) & Test

Targobank Tagesgeld 2026: Zinsen, Depot-Bonus (2,5%) & Test

Die europäische Zinslandschaft hat sich im Frühjahr 2026 weitgehend stabilisiert, nachdem die vorangegangenen Jahre von erheblicher Volatilität geprägt waren. Nachdem die Europäische Zentralbank (EZB) den Leitzins im März 2026 auf einem soliden Niveau von 2,00 % fixiert hat, stehen private Sparer vor einer neuen, fast schon paradoxen Herausforderung: In einem Umfeld moderater, aber stabiler Zinsen ist es schwieriger geworden, Angebote zu finden, die die Inflationsrate nicht nur ausgleichen, sondern eine echte Realrendite erwirtschaften. Die Inflation hat sich 2026 bei etwa 1,8 % eingependelt, was den Druck auf klassische Sparbuch-Produkte erhöht.

Die Targobank verfolgt in diesem Marktumfeld eine klare, fast schon aggressive Strategie, die sie deutlich von anderen Filialbanken wie der Commerzbank oder der Deutschen Bank abhebt. Sie nutzt das Tagesgeldkonto im Jahr 2026 nicht primär als eigenständiges, isoliertes Sparprodukt, sondern als strategischen Hebel im Sinne eines „Loss Leaders“, um qualifizierte Kunden für ihr Wertpapierdepot zu gewinnen. Dabei setzt die Bank auf ein zweistufiges Modell, das sowohl den Gelegenheitssparer als auch den ambitionierten Anleger ansprechen soll.

In diesem umfassenden Testbericht für das Jahr 2026 analysieren wir das Angebot der Targobank bis ins kleinste Detail. Wir zeigen auf, warum der Neukundenzins von 2,00 % zwar solide Marktmitte darstellt, das wahre finanzielle Potenzial aber erst durch den Depotwechsel-Bonus von 2,50 % entfaltet wird. Erfahren Sie hier, für wen sich der Umzug des Depots wirklich lohnt, welche steuerlichen Aspekte Sie beachten müssen und wo die subtilen Fallstricke im Kleingedruckten lauern. Wir beleuchten zudem die technologische Infrastruktur der Bank, den Kundenservice im Zeitalter von KI-Assistenten und die langfristige Stabilität der Muttergesellschaft.


Der Kontext 2026: Zinswende und Marktpositionierung

Um das Angebot der Targobank im Jahr 2026 richtig einzuordnen, ist ein Blick auf den breiteren Finanzmarkt unerlässlich. Mit einem stabilen EZB-Zins von 2,00 % haben viele Banken ihre extremen Lockangebote, die wir noch aus der Hochzinsphase von 2024 kannten, drastisch reduziert. Während damals kurzzeitig Zinsen von 3,5 % oder gar 4,0 % für Neukunden keine Seltenheit waren, ist die Realität 2026 deutlich nüchterner. Die meisten klassischen Filialbanken agieren träge und bieten ihren treuen Bestandskunden oft kaum mehr als 0,50 % bis 0,75 % auf dem Tagesgeld an.

In dieser Gemengelage positioniert sich die Targobank geschickt als Brücke zwischen der klassischen Filialbank-Welt mit persönlicher Beratung vor Ort und den modernen, schlanken Neobrokern. Das Tagesgeld dient dabei als „Türöffner“. Besonders für Anleger, die größere Summen liquide halten müssen – sei es als Eigenkapital für eine geplante Immobilienfinanzierung, für anstehende Steuernachzahlungen oder schlicht als Sicherheitsreserve für unvorhergesehene Ausgaben – ist die Zinsgarantie der Targobank ein gewichtiges Argument, das für Planungssicherheit sorgt.

Die Bank profitiert 2026 von ihrem hybriden Modell: Sie verfügt über ein flächendeckendes Filialnetz in Deutschland, investiert aber gleichzeitig massiv in ihre digitale Infrastruktur. Dies ermöglicht es ihr, Kunden anzusprechen, die zwar die Bequemlichkeit des Online-Bankings suchen, im Zweifelsfall aber nicht auf ein Gespräch von Mensch zu Mensch verzichten wollen. Diese Positionierung ist im Jahr 2026 ein Alleinstellungsmerkmal, da viele Konkurrenten ihre Filialen drastisch reduziert oder komplett geschlossen haben.

Die Zinsen im Detail: Neukunden vs. Bestandskunden

Die Targobank unterscheidet 2026 strikt zwischen drei verschiedenen Kundengruppen. Diese Segmentierung ist das Herzstück ihrer Marketingstrategie und entscheidend für Ihre persönliche Renditechance. Es ist zwingend erforderlich, vor der Kontoeröffnung präzise zu prüfen, in welche Kategorie man fällt, um nicht versehentlich wertvolle Zinsprozente zu verschenken. Oft entscheiden kleine Details in der Historie der Kundenbeziehung darüber, ob man als Neukunde eingestuft wird oder nicht. Als Neukunde gilt in der Regel, wer in den letzten 12 Monaten kein Konto oder Depot bei der Targobank geführt hat.

ZielgruppeZinssatz (p.a.)GarantiezeitraumBesonderheit / Voraussetzung
Neukunden (Basis)2,00 %4 MonateEinlagen bis 1.000.000 €; Neukundenstatus beachten
Bestandskunden1,00 %VariabelStandard-Kondition ohne aktive Depot-Teilnahme
Depot-Wechsler (Premium)2,50 %12 MonateMind. 7.000 € Depotübertrag von Fremdbank erforderlich

Neukunden-Angebot: Der marktkonforme Standard

Für Neukunden, die lediglich ein reines Tagesgeldkonto ohne weitere Verpflichtungen eröffnen möchten, bietet die Targobank 2026 einen Zinssatz von 2,00 % p.a. an. Dieser Zinssatz entspricht exakt dem aktuellen Einlagensatz der EZB. Es ist ein faires Angebot, das die Bank an die Kunden weitergibt, ohne selbst eine signifikante Marge zu behalten, aber auch ohne massiv draufzuzahlen. Die Zinsgarantie gilt für einen Zeitraum von vier Monaten. In dieser Zeit können Beträge bis zu einer astronomischen Summe von einer Million Euro verzinst werden, was das Angebot auch für sehr vermögende Privatkunden oder Erben interessant macht.

Vergleicht man dies mit Mitbewerbern wie Scalable Capital oder der C24 Bank, fällt auf, dass die Targobank hiermit im soliden Mittelfeld landet. Ein entscheidender Vorteil gegenüber reinen Online-Banken oder Neobrokern bleibt jedoch die physische Präsenz. Die Möglichkeit, bei komplexeren Problemen eine der zahlreichen Filialen aufzusuchen, ist ein Service, den viele Kunden im Jahr 2026 trotz der fortschreitenden Digitalisierung weiterhin als hohes Sicherheitsmerkmal schätzen. Zudem bietet die Targobank oft regionale Aktionen an, bei denen lokale Berater zusätzliche Produkte wie Sparbriefe mit leicht besseren Konditionen anbieten können, wenn ein Tagesgeldkonto bereits besteht.

Bestandskunden: Moderate Verzinsung von 1,00 %

Ein erfreulicher Trend im Jahr 2026 ist die moderate Anhebung des Bestandskundenzinses auf 1,00 % p.a. In den Vorjahren lag dieser bei der Targobank und ihren Mitbewerbern oft bei enttäuschenden 0,50 % oder gar darunter. Mit 1,00 % bietet die Bank zumindest einen gewissen Basisschutz gegen den Kaufkraftverlust. Da die Inflation 2026 bei ca. 1,8 % liegt, bleibt jedoch eine negative Realrendite bestehen. Die Targobank ist für Bestandskunden ohne Depot-Aktion daher eher als kurzfristiger „Parkplatz“ für Liquidität zu sehen und weniger als Instrument für den langfristigen Vermögensaufbau geeignet.

Interessanterweise bietet die Targobank für Bestandskunden im Jahr 2026 ein sogenanntes „Treue-Hopping“ an. Kunden, die frisches Geld von einer anderen Bank auf ihr bestehendes Targobank-Tagesgeldkonto überweisen, können zeitlich begrenzt von Konditionen profitieren, die über dem Standard-Bestandskundenzins liegen. Hier lohnt sich ein regelmäßiger Blick in das Online-Postfach der Bank.


Das Highlight: Die Depotwechsel-Aktion mit 2,50 % Zinsen

Das eigentliche Flaggschiff-Produkt und der Hauptgrund für die vielen Testsiege der Targobank im Jahr 2026 ist die Koppelung von Depot und Tagesgeld. Da der EZB-Leitzins bei 2,0 % liegt, ist ein Angebot von 2,50 % p.a. auf dem Tagesgeldkonto mathematisch gesehen ein Subventionsgeschäft für das Institut. Die Targobank nimmt hier bewusst einen Verlust auf der Zinsseite in Kauf, um Kunden langfristig in ihr Ökosystem zu ziehen und von künftigen Ordergebühren im Wertpapiergeschäft zu profitieren.

Warum die Zinsgarantie von 12 Monaten der wahre Star ist

Während normale Tagesgeldangebote im Jahr 2026 oft nur eine sehr kurze Zinsgarantie von 3 bis maximal 4 Monaten bieten, gewährt die Targobank im Rahmen der Depot-Aktion eine außergewöhnliche 12-monatige Zinsgarantie. Im aktuellen Marktumfeld, in dem viele Ökonomen bereits wieder über leichte Zinssenkungen für das Jahr 2027 spekulieren, ist diese langfristige Planungssicherheit Gold wert. Sie sichern sich heute ein Zinsniveau von 2,50 %, das in 9 oder 12 Monaten am Markt für täglich verfügbare Gelder möglicherweise gar nicht mehr verfügbar sein wird. Dies macht das Produkt fast schon zu einer Art „flexiblen Festgeld“.

Stellen Sie sich vor, der Markt-Durchschnittszins sinkt im Laufe des Jahres auf 1,5 %. Während andere Sparer ihre Konten umschichten müssen, um der Rendite hinterherzulaufen, bleibt Ihr Zinssatz bei der Targobank stabil eingeloggt. Dies spart nicht nur Zeit, sondern sorgt auch für eine psychologische Entlastung im Portfoliomanagement.

Die Bedingungen für den 2,50 % Bonus

Um in den Genuss dieses Spitzenzinses zu kommen, müssen Anleger im Jahr 2026 bestimmte Kriterien erfüllen, die strikt geprüft werden:

  • Übertragsvolumen: Sie müssen Wertpapiere (Aktien, ETFs, aktive Fonds oder Anleihen) im Gesamtwert von mindestens 7.000 € von einer Fremdbank zur Targobank übertragen. Ein reiner Barkauf von Wertpapieren bei der Targobank zählt hierfür meist nicht.
  • Neukunden-Status im Depotbereich: Das Angebot richtet sich an Kunden, die in den letzten 12 bis 36 Monaten (je nach tagesaktueller Aktionsbedingung) kein Depot bei der Targobank geführt haben. Ein bestehendes Girokonto ist oft kein Hindernis, solange kein Depot existierte.
  • Zins-Limit: Der erhöhte Zinssatz von 2,50 % gilt in der Regel für Guthaben auf dem Tagesgeldkonto bis zur Höhe des tatsächlich übertragenen Depotvolumens, oft gedeckelt auf einen Maximalbetrag von 40.000 € oder 100.000 €. Alles, was dieses Limit übersteigt, wird zum Standardzins verzinst.
  • Haltedauer: Auch wenn es keine explizite Sperrfrist gibt, behält sich die Bank vor, den Bonus zu streichen, wenn das Depot unmittelbar nach Erhalt der Zinsen wieder leergeräumt wird. Ein Zeitraum von 6 bis 12 Monaten sollte als Mindestverweildauer für die übertragenen Papiere eingeplant werden.

Das Targobank Klassik-Depot: Kosten und Leistung im Check

Ein Depotwechsel macht wirtschaftlich nur dann Sinn, wenn das Ziel-Depot nicht durch versteckte oder überhöhte Gebühren die Zinsvorteile auf dem Tagesgeldkonto wieder auffrisst. Das Klassik-Depot der Targobank ist im Jahr 2026 für Online-Kunden bei konsequenter Nutzung des elektronischen Postfachs kostenlos in der Kontoführung. Das ist ein wichtiger Punkt, da Depotführungsgebühren die Rendite massiv drücken könnten.

Die Ordergebühren der Targobank haben sich in den letzten zwei Jahren dem harten Marktdruck der Neobroker ein Stück weit angepasst, bleiben aber im Premium-Segment. Für Neukunden gibt es oft Aktionspreise von 4,90 € pro Order für die ersten 12 Monate. Danach greift das Standardmodell, das mit einer Grundgebühr plus Provision (ca. 8,90 € bis 34,90 € je nach Volumen) deutlich teurer ist als bei Trade Republic oder Finanzen.net ZERO.

Unsere Experten-Analyse: Für extrem aktive Trader, die täglich mehrere Positionen umschichten, ist die Targobank auch 2026 zu teuer. Für den klassischen Buy-and-Hold-Anleger hingegen, der sein Portfolio aus soliden ETFs und Blue-Chip-Aktien einmalig überträgt und dann „liegen lässt“, um den attraktiven Tagesgeldzins abzugreifen, ist dieses Modell ideal. Man nutzt die Bank quasi als sicheren Tresor für das Depot und als Rendite-Turbo für das Cash-Polster. Wer ohnehin nur quartalsweise Dividenden reinvestiert oder einen einzelnen ETF-Sparplan ausführt, wird von den etwas höheren Gebühren kaum negativ beeinflusst, solange die Zinsersparnis auf der anderen Seite hunderte Euro beträgt.


Sicherheit und Einlagensicherung: Ein doppelter Schutzwall

Gerade bei Anlagesummen im fünf- oder sechsstelligen Bereich ist die Sicherheit das absolut wichtigste Kriterium. Die Targobank ist eine deutsche Vollbank mit Sitz in Düsseldorf und unterliegt der strengen Aufsicht der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin). Das Sicherungssystem für Kundengelder ist 2026 zweistufig und damit extrem robust aufgebaut:

  1. Gesetzliche Einlagensicherung: Guthaben bis zu 100.000 € pro Person sind über die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken (EdB) rechtlich garantiert. Dies ist der EU-weite Standard, der im Falle einer Bankpleite innerhalb weniger Arbeitstage greift.
  2. Freiwillige Einlagensicherung: Darüber hinaus ist die Targobank Mitglied im Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken (BdB). Dieser private Schutzschirm sichert Einlagen bis in zweistellige Millionenhöhe pro Kunde ab.

Damit gehört die Targobank zu den sichersten Häfen für private Sparer in Deutschland. Das Risiko eines Totalausfalls kann nach menschlichem Ermessen und basierend auf der Kapitalausstattung der Muttergesellschaft (Crédit Mutuel) als extrem gering eingestuft werden. Im Vergleich zu ausländischen Banken (z.B. aus Malta oder Litauen), die oft mit noch höheren Zinsen locken, bietet die Targobank das deutlich höhere Schutzniveau. In einem Jahr wie 2026, in dem geopolitische Spannungen die Märkte nervös machen, ist dieses „German Safety“-Label für viele Anleger das entscheidende Kriterium.


Vergleich: Targobank vs. Neobroker 2026

Die Landschaft der Neobroker hat sich im Jahr 2026 konsolidiert. Während Anbieter wie Trade Republic oder Scalable Capital früher den Markt mit Zinsversprechen vor sich hergetrieben haben, agieren sie heute vorsichtiger. Sie zahlen zwar Zinsen auf das Verrechnungskonto, jedoch sind diese fast immer variabel und orientieren sich ohne Zeitverzögerung am EZB-Einlagensatz.

  • Vorteil Targobank: Die 12-monatige Festschreibung des Zinses (bei Depotwechsel). Neobroker passen ihre Zinsen oft monatlich oder sogar wöchentlich an die EZB-Vorgaben an. In einer Phase sinkender Zinsen ist die Targobank daher im Vorteil. Ein weiterer Pluspunkt ist die Möglichkeit, komplexe Erbschafts- oder Steuerangelegenheiten in einer Filiale zu klären, was bei Neobrokern oft nur über langsame Ticket-Systeme möglich ist.
  • Vorteil Neobroker: Es gibt keine komplizierten Mindestanforderungen wie einen Depotübertrag. Man zahlt Geld ein und erhält ab dem ersten Euro Zinsen. Zudem ist die rein App-basierte Bedienung oft intuitiver und schneller. Die Handelsgebühren sind fast unschlagbar niedrig, was Neobroker zur ersten Wahl für Trader macht.
  • Unsere Empfehlung: Wer lediglich 500 € bis 2.000 € „nebenher“ sparen will, ist bei einem Neobroker aufgrund der Einfachheit besser aufgehoben. Wer jedoch 15.000 €, 50.000 € oder mehr als liquide Reserve hält und ohnehin ein bestehendes Depot von über 7.000 € bei einer teuren Filialbank besitzt, für den ist der strategische Wechsel zur Targobank finanziell um hunderte Euro lukrativer.

Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Depotwechsel

Der Prozess des Depotwechsels wurde in den letzten Jahren massiv vereinfacht. Im Jahr 2026 ist er nahezu voll digitalisiert und nimmt für den Kunden kaum mehr als 15 Minuten aktive Zeit in Anspruch. Die Targobank nutzt hierfür eine KI-gestützte Erkennung, die Fehler beim Ausfüllen der Formulare minimiert.

  1. Online-Antrag: Besuchen Sie die Website der Targobank und wählen Sie das Kombi-Angebot aus Tagesgeld und Klassik-Depot. Füllen Sie das Antragsformular wahrheitsgemäß aus. Achten Sie darauf, den Haken für den „Depotwechsel-Service“ zu setzen.
  2. Identitätsprüfung: Nutzen Sie das moderne Video-Ident-Verfahren über Ihr Smartphone. Dies dauert ca. 5 Minuten und ersetzt den Gang zur Post. Die Identifikation erfolgt 2026 meist in Echtzeit durch biometrische Abgleiche.
  3. Depotübertrag-Service: Nach der Eröffnung loggen Sie sich in das Online-Banking ein. Nutzen Sie den digitalen Wechselservice. Sie müssen lediglich die BLZ oder BIC Ihrer bisherigen Bank sowie Ihre alte Depotnummer angeben. Sie können wählen, ob das gesamte Depot oder nur Teile übertragen werden sollen.
  4. Automatische Abwicklung: Die Targobank setzt sich mit Ihrer alten Bank in Verbindung und fordert die Wertpapiere an. Wichtig: Während des physischen Transfers (meist 5-10 Werktage) sind die Wertpapiere „in der Luft“ und können nicht gehandelt werden. Planen Sie diesen Zeitraum ein, falls Sie kurzfristige Verkäufe beabsichtigen.
  5. Zins-Aktivierung: Sobald Wertpapiere im Wert von mindestens 7.000 € eingebucht sind, wird der Aktionszins von 2,50 % automatisch auf dem verknüpften Tagesgeldkonto für die nächsten 12 Monate aktiviert. Sie erhalten eine Benachrichtigung per Push-Meldung in der App.

Steuerliche Aspekte: Was Sie 2026 beachten müssen

Zinserträge sind in Deutschland steuerpflichtig. Auch bei der Targobank unterliegen die 2,00 % bzw. 2,50 % Zinsen der Abgeltungsteuer in Höhe von 25 % zuzüglich Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer. Da die Targobank eine deutsche Bank ist, führt sie diese Steuern automatisch an das Finanzamt ab, was Ihnen eine Menge Arbeit bei der Steuererklärung spart.

Tipp: Vergessen Sie nicht, unmittelbar nach der Kontoeröffnung einen Freistellungsauftrag zu erteilen. Für Alleinstehende liegt der Sparer-Pauschbetrag auch 2026 bei 1.000 € (für Verheiratete 2.000 €). Nur wenn dieser Auftrag vorliegt, erhalten Sie die Zinsen ohne Steuerabzug brutto für netto ausgezahlt, solange Ihre gesamten Kapitalerträge innerhalb dieser Grenze liegen. Falls Sie Wertpapiere mit Verlusten übertragen, kann die Targobank diese Verluste in einen bankeigenen Verlustverrechnungstopf einstellen, was künftige Steuerlasten auf Gewinne reduziert.


Die Targobank-App: Banking im Jahr 2026

Ein oft unterschätzter Faktor ist die Qualität der digitalen Benutzeroberfläche. 2026 bietet die Targobank eine runderneuerte App an, die weit über das bloße Anzeigen des Kontostands hinausgeht. Zu den Funktionen gehören:

  • KI-Finanzcoach: Ein integrierter Assistent analysiert auf Wunsch Ihre Ausgaben und gibt proaktive Tipps, wie viel Geld Sie auf das Tagesgeldkonto schieben sollten, um Zinsen zu optimieren.
  • Echtzeit-Depotbewertung: Kursdaten werden ohne Verzögerung gestreamt, was für eine Filialbank früher keine Selbstverständlichkeit war.
  • Sicherheit: Multi-Faktor-Authentifizierung über Face-ID oder Fingerprint ist Standard. Zudem gibt es einen „Privacy Mode“, der sensible Kontostände in der Öffentlichkeit unsichtbar macht.

Die App ist im Vergleich zu reinen Neobrokern etwas „voller“ mit Funktionen, da sie das gesamte Bankgeschäft (inkl. Kredite und Versicherungen) abbildet, bleibt aber übersichtlich genug für den täglichen Gebrauch.


Fazit: Unsere Bewertung der Targobank 2026

Die Targobank bietet im Jahr 2026 kein klassisches Produkt für „Zins-Hopper“ an, die alle drei Monate die Bank wechseln wollen. Der einfache Neukundenzins von 2,00 % ist solide, aber allein kein hinreichender Grund für den bürokratischen Aufwand einer Kontoeröffnung. Das wahre, überzeugende Argument ist und bleibt die Depotwechsel-Aktion.

Mit einem Zinssatz von 2,50 % für volle 12 Monate positioniert sich die Bank an der absoluten Spitze des Marktes für sicherheitsorientierte Anleger, die über ein gewisses Depotvolumen verfügen. Es ist ein kluger Schachzug für Sparer, die ohnehin ein Depot besitzen (vielleicht sogar noch bei einer teuren Sparkasse oder Volksbank) und für ihr Bargeld deutlich mehr als nur den Standardzins herausholen wollen. Wenn Sie bereit sind, die im Vergleich zu Neobrokern etwas höheren Ordergebühren für künftige Käufe in Kauf zu nehmen – oder Ihr Depot einfach nur als „ruhendes Kapital“ betrachten – ist dieses Angebot die derzeit lukrativste Möglichkeit, maximale Sicherheit mit einer Rendite oberhalb der Inflationsrate zu kombinieren.

Wir bewerten die Targobank 2026 als „Top-Empfehlung für Depot-Besitzer“. Wer jedoch ganz ohne Depotbindung sparen möchte, sollte die aktuellen Angebote der C24 Bank oder von Trade Republic prüfen, die oft flexibler, wenn auch niedriger verzinst sind.


Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Ist das Targobank Tagesgeld 2026 wirklich kostenlos?

Ja, die reine Kontoführung für das Tagesgeldkonto ist bei der Targobank ohne Bedingungen kostenlos. Auch das für den 2,50 % Bonus zwingend erforderliche Klassik-Depot ist bei Nutzung des Online-Postfachs gebührenfrei. Es fallen lediglich Kosten an, wenn Sie aktiv Wertpapiere kaufen oder verkaufen. Es gibt keine versteckten monatlichen Grundpreise für das Tagesgeld.

Wie sicher ist mein Geld bei der Targobank im Vergleich zu Neobrokern?

Die Sicherheit ist bei der Targobank tendenziell höher einzustufen als bei vielen ausländischen Neobrokern. Durch die doppelte Sicherung (gesetzliche EdB bis 100.000 € und freiwilliger Einlagensicherungsfonds des BdB in Millionenhöhe) sind Ihre Einlagen umfassend geschützt. Zudem bietet die Targobank den Vorteil einer deutschen IBAN und deutschen Gerichtsstands, was im Falle von Rechtsstreitigkeiten von unschätzbarem Wert ist.

Muss ich mein gesamtes altes Depot zur Targobank übertragen?

Nein, ein Gesamtdepotübertrag ist nicht zwingend notwendig. Um den Bonus von 2,50 % zu erhalten, genügt ein Teilübertrag von Wertpapieren mit einem Marktwert von mindestens 7.000 €. Sie können also gezielt einzelne Positionen (z.B. einen großen ETF-Anteil) auswählen und den Rest bei Ihrem alten Broker belassen. Dies bietet Ihnen maximale Flexibilität.

Was passiert nach dem Ende der 12-monatigen Zinsgarantie?

Nach Ablauf der 12 Monate wird das Guthaben auf dem Tagesgeldkonto automatisch mit dem dann gültigen Zinssatz für Bestandskunden verzinst. Im Frühjahr 2026 liegt dieser bei 1,00 % p.a. Wir empfehlen, sich etwa zwei Monate vor Ablauf der Garantie nach neuen Angeboten umzusehen oder das Geld ggf. in Festgeld umzuschichten, falls die Zinsen am Markt bis dahin wieder gestiegen sind.

Kann ich die übertragenen Aktien während der 12 gemeinsam Monate verkaufen?

Ja, Sie bleiben jederzeit Herr über Ihre Wertpapiere und können diese verkaufen. Beachten Sie jedoch, dass die Targobank den Sonderzins oft an das verbleibende Depotvolumen koppelt. Sinken die Bestände durch Verkäufe unter die relevante Grenze (oft die ursprüngliche Übertragssumme), kann der Bonus-Zinssatz vorzeitig entfallen oder auf den Neukunden-Standard reduziert werden. Lesen Sie hierzu die tagesaktuellen Aktionsbedingungen im Online-Banking sorgfältig durch.

Gilt das Angebot auch für Minderjährige oder Gemeinschaftskonten?

Die Depot-Aktion ist in der Regel auf volljährige Einzelpersonen mit Wohnsitz in Deutschland beschränkt. Gemeinschaftskonten für Ehepaare sind oft möglich, allerdings müssen hier beide Inhaber Neukunden im Sinne der Aktionsbedingungen sein. Für Minderjährige gibt es meist separate Junior-Depot-Angebote mit anderen Konditionen, die eher auf langfristigen Vermögensaufbau als auf kurzfristige Tagesgeldzinsen ausgelegt sind.

Wie lange dauert es, bis die 2,50 % Zinsen aktiviert werden?

Nachdem die Wertpapiere von Ihrer alten Bank bei der Targobank eingebucht wurden (was ca. 1-2 Wochen dauert), erfolgt die Umstellung des Zinssatzes meist innerhalb weniger Werktage. Sie erhalten darüber in der Regel eine Bestätigung in Ihr elektronisches Postfach. Die Verzinsung erfolgt ab diesem Zeitpunkt taggenau. Es ist ratsam, das Geld erst nach der Bestätigung auf das Tagesgeldkonto zu überweisen, um keinen Tag mit niedrigerer Verzinsung zu riskieren.

Welche Wertpapiere kann ich zur Targobank übertragen?

Grundsätzlich können alle an deutschen Börsen handelbaren Wertpapiere übertragen werden. Dazu gehören Aktien, ETFs, Investmentfonds (aktiv gemanagt) und Anleihen. Schwierigkeiten kann es bei sehr exotischen Titeln geben, die nur an Auslandsbörsen oder außerbörslich gehandelt werden. Kryptowährungen im Sinne von Direktanlagen können in der Regel nicht übertragen werden, wohl aber Krypto-ETPs oder Zertifikate.